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Liebe

Liebe ist nicht das, was du fühlst. Nichts ist so schwankend und manipulierbar wie der psychische Apparat deiner Gefühle. Nichts manipulierst du selbst häufiger selbst als den psychischen Apparat deiner Gefühle.

Gefühle haben keine Hände. Liebe ist nur das, was du tust.

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Von der Liebe

Du sagst mir, dass du deinen Gott brauchst, damit er dir sagt, was richtig ist und was du tun sollst. Und. Du sagst mir, dass du deinen Gott brauchst, damit er dir sagt, was falsch ist und was du lassen sollst. Und dann, kaum hast du das gesagt, sprichst du von der Liebe, damit noch der herzfaulste Mensch weiß, dass du von der Liebe sprichst wie ein Tauber, der den Klang einer Violine beschreibt.

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Der barmherzige Atheist

Und Jesus sagte zu denen, die es gern hörten: „Ihr sollt euren Nächsten lieben, wie ihr euch selbst liebt, mehr nicht“. Da fiel ihm ein Zuhörer ins Wort und sagte: „Das klingt gut, Jesus, aber was meinst du damit? Wer ist mein Nächster? Das Wort klingt so nahe und geht mir so fern.“

Und Jesus erzählte: „Da ging eine Frau abends aus, und ein hinterhältiges Arschloch tat ihr etwas Rohypnol ins Getränk und vergewaltigte sie zusammen mit seinen Freunden, als sie keinen Widerstand mehr leisten konnte. Am nächsten Morgen kam sie auf einer Parkbank wieder zu sich. Da ging sie zu einem reichen katholischen Christen, der ihr einen Zauberspruch zuwarf, ihr aber jede Hilfe verweigerte, damit sie ja nicht auf die Idee komme, das unerwünschte Kind eines üblen Verbrechers abzutreiben. Und sie ging zu einem reichen evangelischen Christen, der auf den Zauberspruch verzichtete und ihr widerwillig in dieser Scheiße geholfen hätte, ihr jedoch ein schlechtes Gewissen machte und ihr sagte, dass es doch nicht im Sinne Gottes wäre, wenn sie abtreibt, was in ihr heranwächst und der ihr, obwohl sie ein Opfer ist, noch Schuld einredete. Als sie völlig am Boden zerstört war, von Widerlingen misshandelt und von Christen mit Schuldzuweisungen übergossen, landete sie schließlich bei einem armen, verdrossenen und hoffnungslosen Atheisten. Dieser sah ihre Zustand, ließ sich erzählen, was ihr passiert ist und hörte zu; er traute sich kaum, sie tröstend zu streicheln, obwohl es ihm das Herz zerriss, denn er fühlte genau, welcher Ekel in ihrer Seele nagen musste. Er brachte sie zu einer guten Freundin, sagte ihr, dass sie gut auf die arme Frau aufpassen solle und legte etwas Geld für das zusätzliche Essen hin. Dann besorgte er sich auf dem Schwarzmarkt die Pille danach und las sich im Internet schlau, wie man sie anwendet und verhalf der vergewaltigten Frau dazu, dass sie kein Kind bekam, das sie doch nur hassen könnte, weil es sie jeden Tag an etwas Hassenswertes erinnerte. Sag mir, Bruder, welcher von diesen drei Menschen hat geliebt?“ Und der Zuhörer sagte: „Der dritte natürlich, der sich hinter keiner Religion verschanzte.“ Jesus sagte daraufhin: „Genau das sollst du tun.“

Und dann atmete Jesus tief durch und setzte fort: „Seid nicht so wie die Selbstgerechten, die glauben, dass sie der Hölle entkommen könnten, indem sie die Welt in eine Hölle verwandeln, und tut es ihnen nicht. Diese Leute stellen sich vor die Tür, die in eine Welt führt, die von Liebe durchflossen wird. Sie gehen in ihrer kindischen Mischung aus Angst und Aberglauben selbst nicht hinein, aber sie stellen sich noch davor, damit auch niemand anders reinkommt, und das nennen sie Liebe und sie nennen sich Kinder Gottes. Es sind Wölfe im Schafspelz, und sie sind nicht Kinder Gottes, sondern Kinder des Satans, denn sie tun das, was Satan gefällt. Lasst euch nicht von ihren Fassaden irritieren, und sagt jedem, was für eine Schlangenbrut das ist!“

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